Lorenzo Storioni (1775-1785)
550.000€
Lorenzo Storioni (1744–1816) gilt als der letzte große Meister der klassischen Cremoneser Schule. Ohne belegten Lehrer und ohne Werkstatterbe knüpfte er in Cremona aus eigener Kraft an die Tradition Stradivaris und Guarneris an. Stilistisch ist sein Werk vor allem dem Vorbild Guarneri „del Gesù“ verpflichtet: ein großes, freihändig gearbeitetes Modell, eine tiefe Randkehlung, individuell und oft schräg gestellte F-Löcher sowie eine kräftig ausgeworfene Schnecke. Für seine Instrumente verwendete er einheimische Hölzer, häufig einen wild gemaserten Ahorn; sein Lack ist trocken, von tiefem Gelb mit rötlichem Stich. Von etwa 1790 bis 1795 teilte er seine Werkstatt mit Nicola Bergonzi; sein Gehilfe Giovanni Rota und später Giovanni Battista Ceruti führten die Cremoneser Linie fort. Storionis Instrumente sind für ihren brillanten, tragfähigen und kraftvollen Ton bekannt und werden von Solisten geschätzt – Ruggiero Ricci spielte eine Storioni von 1780. Bei einer Auktion erzielte eine seiner Violinen 2017 mit 664.821 US-Dollar einen Weltrekord.
Instrumentdaten
- Typ
- Geige
- Preisklasse
- ab 100.000 €
- Geigenbauer / Werkstatt
- Lorenzo Storioni
- Herkunft
- Cremona, Italien
- Zertifikat / Gutachten
- Gutachten von Florian Leonhard (2025), Dmitry Gindin (2026)
- Modell / Vorbild
- nach Guarneri „del Gesù“
- Preis
- 550.000€
- Erwerb
- Kommission
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Lorenzo Storioni (1775-1785)