Giuseppe Dall’Aglio
150.000€
Giuseppe Dall’Aglio (1774–1855) zählt zu den bedeutendsten Geigenbauern der Mantuaner Schule des frühen 19. Jahrhunderts. Geboren in Boretto bei Reggio Emilia, ließ er sich spätestens Ende des 18. Jahrhunderts in Mantua nieder. Vermutlich begann er um 1810 mit dem Geigenbau, zunächst in enger Verbindung mit seinem Schwager Sante Coppi. Dall’Aglio fertigte Violinen, Bratschen und Violoncelli und orientierte sich stilistisch an der Tradition von Pietro Guarneri und Tommaso Balestrieri. Charakteristisch sind markante, kantige C-Bögen, schlanke Ecken, eigenständig gestaltete F-Löcher und ein warmer, transparenter Lack. Obwohl seine Arbeiten mitunter eine bewusst rustikale Ausführung zeigen, werden seine besten Instrumente wegen ihres klanglichen Potenzials und ihrer individuellen Handschrift hoch geschätzt. Heute gilt Dall’Aglio als wichtiges Bindeglied zwischen der klassischen Mantuaner Schule des 18. Jahrhunderts und den späteren Meistern des 19. Jahrhunderts, insbesondere Stefano Scarampella.
Instrumentdaten
- Typ
- Geige
- Preisklasse
- ab 100.000 €
- Geigenbauer / Werkstatt
- Giuseppe Dall’Aglio
- Herkunft
- Mantua, Italien
- Preis
- 150.000€
- Erwerb
- Kommission
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Giuseppe Dall’Aglio