Geigenbau van der Heyd

Ansaldo Poggi (1947)

245.000€

Ansaldo Poggi (1893–1984) zählt zu den gefragtesten italienischen Geigenbauern des 20. Jahrhunderts. Der ausgebildete Violinist aus Villafontana bei Bologna kam Anfang der 1920er Jahre zu Giuseppe Fiorini in dessen Zürcher Werkstatt und übernahm von ihm die klassische Bauweise über die Innenform. 1923 eröffnete er seine eigene Werkstatt in Bologna und wurde beim nationalen Wettbewerb in Rom mit Silber (1923) und dreimal mit Gold ausgezeichnet (1925, 1927, 1929); 1937 zeigte er ein Streichquartett auf der Cremoneser Ausstellung. Ab etwa 1930 entwickelte er eine unverwechselbare eigene Handschrift: Stradivari-Modelle mit schmalen Rändern, feiner Ader und ausgeprägten Bienenstichen, makelloser Verarbeitung, erstklassigen Hölzern und einem transparenten gold- bis rötlich-orangen Lack, dessen Ränder heller abgerieben sind. Von 1946 bis 1948 lebte und arbeitete Poggi in Zürich, wo er mit der Firma Bänziger zusammenarbeitete; Instrumente dieser Jahre tragen Zettel mit der Ortsangabe „Zurigo“. Bis 1982 entstanden 322 Violinen, 41 Bratschen und 25 Violoncelli. Gespielt wurden seine Instrumente unter anderem von Nathan Milstein, David Oistrach, Yehudi Menuhin und Aaron Rosand.

Diese Violine von 1947 stammt aus Poggis Zürcher Zeit und trägt am Unterklotz seinen Brandstempel „A. POGGI“.

Instrumentdaten

Typ
Geige
Preisklasse
ab 100.000 €
Geigenbauer / Werkstatt
Ansaldo Poggi
Herkunft
Zürich, Schweiz (Zürcher Zeit 1946–1948)
Modell / Vorbild
nach Stradivari
Etikett / Zettel
Brandstempel „A. POGGI“ am Unterklotz
Preis
245.000€
Erwerb
Kommission

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Ansaldo Poggi (1947)

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